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Mein Besuch auf der IAA 2019.

Aktualisiert: Feb 19

Ich war heute auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt am Main. Ich war dabei aber nicht auf der Jagd nach den neuesten Fahrzeugen oder Studien. Diese sind auch an den Fachbesucher*innentagen meist so stark von Menschen umringt, dass man kaum die Möglichkeit hat, sie sich in Ruhe anzuschauen oder gar vom Standpersonal erklären zu lassen. Stattdessen habe ich die Gelegenheit genutzt, um mir in einem Rutsch einen Überblick über neueste Entwicklungen verschiedener Hersteller im Bereich der Bedienkonzepte, der Infotainment- und der Assistenzsysteme zu verschaffen.



Mein persönliches Highlight war Audis neues Angebot "Functions on demand", mit dem ausgesuchte Funktionen nachträglich (also erst nach der Auslieferung) kostenpflichtig für einen begrenzten Zeitraum (Abo) oder unbegrenzt zur Nutzung freigeschaltet werden können. Wer mehr dazu erfahren möchte, wird im folgenden Video und auf ein paar Fotos fündig:





In den Fahrzeuginnenräumen ist ein deutlicher Trend hin zu (noch) mehr Displays erkennbar: Im auf der Messe ausgestellten neuen Porsche Taycan waren es vier: hinter dem Lenkrad ein virtuelles Kombi-Instrument, rechts daneben der Haupt-Bildschirm des Infotainmentsystems, darunter ein Display für Klimaautomatik und Handschrifteingabe und weiter rechts für den*die Beifahrer*in ein weiteres Display, welches alle Informationen des Hauptdisplays nochmals darstellen kann. So kann bspw. ein Beifahrer auf "seinem" Display für die gewünschte mediale Unterhaltung (Musik, Hörbücher, Podcasts) sorgen, während die Fahrerin auf dem mittig platzierten Display die Navigation nutzt. Wenn dann zusätzlich ein Head up-Display verbaut ist, sind es insgesamt fünf Displays:


Im neuen Honda e (das vollelektrische Modell heißt wirklich einfach nur "e") sind sogar die Außen- und der Innenspiegel durch Displays in Verbindung mit nach hinten gerichteten, hoch auflösenden Kameras realisiert:


Auch Audi bietet aufpreispflichtig kamerabasierte Außenspiegel:


Eine Alternative zu mehreren Einzeldisplays zeigte der chinesische Hersteller BYTON:




Die Digitalisierung in der Fahrzeugtechnik rückt also immer näher an die Menschen heran. Damit steigt aus meiner Sicht zum einen immer mehr die Notwendigkeit für leicht erlern- und beherrschbare Bedienkonzepte. Zum anderen wird für Fahrer*innen immer wichtiger, sich während der Bestellung und nach der Auslieferung intensiv mit den im Fahrzeug zur Verfügung stehenden Funktionen und Bedienkonzepten auseinanderzusetzen.


In Bezug auf Bedienkonzepte finde ich den aktuellen Ansatz von BMW derzeit am gelungensten: im Stand lässt sich der berührungsempfindliche Hauptbildschirm am einfachsten und schnellsten durch Antippen und darauf wischen bedienen. Während der Fahrt hingegen empfinde ich Touch Displays als zu große Ablenkung. Hier punktet BMW aus meiner Sicht damit, dass den Fahrer*innen mit einer Sprachsteuerung, mit einer Gestensteuerung und mit einem herkömmlichen blind gut ertast- und bedienbaren Dreh-Drücksteller gleich drei Möglichkeiten einer Bedienung mit möglichst wenig Ablenkung zur Auswahl stehen – die sich bei Nichtgefallen auch abschalten lassen (ich bin z. B. kein großer Fan der Gestensteuerung). Dass beispielsweise Audi hingegen auf den aus früheren Modellgenerationen bekannten MMI-Dreh-Drücksteller komplett verzichtet, halte ich daher für keine gute Entscheidung.




Škoda ist auf der Messe seinem Slogan "simply clever" erneut gerecht geworden und hat im Zuge der Vorstellung seines neuen City-SUV "Kamiq" einen Türkantenschutz präsentiert, der beim Öffnen der Tür automatisch ausfährt und beim Schließen automatisch wieder verschwindet:

Finde ich tatsächlich ziemlich clever. Nicht so clever war es allerdings von mir, dieses Video im Hochformat aufzunehmen.




Und wie ernst ich meinen Besuch auf der IAA genommen habe, zeigt dieses Video:



Abschließend fehlt nur noch mein IAA-Fazit:




Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit & bis demnächst!

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